Das Assistenzkonzept

Fotolia 58302406 XSWir orientieren uns bei der Durchführung unserer Leistungen an dem Konzept der "Persönlichen Assistenz". Das bedeutet:

"Persönliche Assistenz" sind die am individuellen Bedarf orientierten Hilfen im Alltag, bestimmt durch die Lebensrealität der auf Assistenz angewiesenen Menschen. 

Persönliche Assistenz dient der selbstbestimmten Gestaltung des Alltags in der eigenen Wohnung bzw. in einer selbstgewählten Umgebung.

Persönliche Assistenz ist eine vom Leistungsnehmer bewusst gewählte Versorgungsform und kann nicht gegen seinen oder ihren Willen erolgen.

Erforderlich ist sowohl personelle Kontinuität als auch Flexibilität in der Leistungserbringung, die erreicht wird durch Hilfen aus einer Hand.


Die Hilfen sind insbesondere

  • Assistenz in der Freizeitgestaltung
  • Assistenz im Alltag z. B. Hilfe im Haushalt, beim Einkaufen, Kochen, Spülen, Wäsche waschen
  • Mobilitätshilfen, d. h. Begleitung und Unterstützung bei Terminen und Unternehmungen außer Haus (z.B. Arztbesuch, Behördengänge, Besuche bei Freunden und Angehörigen)
  • Hilfe im Bereich der Pflege wie die Unterstützung bei der Körper-, Mund- und Zahnpflege, Hilfe bei allen Transfers sowie beim Essen und bei Toilettengängen

Entscheidendes Kriterium der persönlichen Assistenz ist das Recht des auf Assistenz angewiesenen Menschen, seine AssistentInnen selbst anzuleiten und die Arbeitsinhalte und -umstände selbst zu bestimmen, d.h.

  •  welche/r AssistentIn die Arbeiten ausführt,
  •  welche Arbeiten verrichtet werden,
  •  wann die Arbeiten verrichtet werden,
  •  wo die Arbeiten verrichtet werden,
  •  wie die Arbeiten verrichtet werden.


Konkret heißt das:

Personalkompetenz

Die AssistenznehmerInnen entscheiden, wer bei ihnen arbeitet. Sie können beispielsweise wählen, ob die Hilfen von einer Frau oder einem Mann erbracht werden.

Die nach ihren Vorstellungen vermittelten Assistenzkräfte stellen sich bei einem Besuch den AssistenznehmerInnen vor. Haben alle Beteiligten das Gefühl, dass die "Chemie" stimmt, wird ein Einarbeitungstermin vereinbart. Damit entsteht eine gute Basis für eine kontinuierliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Zur Personalkompetenz gehört auch, dass im Konfliktfall beide Seiten, AssistenznehmerIn und AssistentIn, das Recht haben, die Zusammenarbeit zu beenden.


Zeitliche und räumliche Verfügung

Die AssistenznehmerInnen entscheiden, wann und wo die Einsätze zu erfolgen haben. Nicht sie müssen sich nach dem Dienstplan richten, sondern der Dienstplan hat sich an ihnen zu orientieren. Assistenz in Arbeit und Studium ist ebenso möglich wie auf Reisen und im Urlaub.


Anleitungskompetenz

Die AssistenznehmerInnen lernen die AssistentInnen an und bestimmen jeden Tag, was getan werden muss und - wenn nötig - wie es getan werden muss.
Zum Beispiel entscheidet ein Assistenznehmer, was er isst und wie viele Mahlzeiten er einnimmt.

 

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